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20 Antworten rund um Kissenbezüge

Hier finden Sie kompakte Antworten auf die Fragen, die beim Kauf eines Kissenbezugs am häufigsten aufkommen — geordnet nach den vier Themen, um die es beim Kauf geht: Maß, Stoff, Verschluss und Pflege.

Nehmen Sie einen Bezug im gleichen Maß, also 80 × 80 cm. Ein Untermaß von ein bis zwei Zentimetern lässt sich zwar überziehen, staucht das Kissen aber und spannt an den Nähten. Bei elastischen Stoffen wie Jersey fällt eine kleine Abweichung weniger auf als bei fest gewebter Baumwolle.

Er lässt sich überziehen, sitzt dann aber lose und schlägt an einer Seite rund 20 cm Stoff um. Für Kissen von 40 × 60 cm gibt es Bezüge im selben Maß, und die sitzen deutlich sauberer. Umgekehrt gilt: Ein zu kleiner Bezug staucht das Kissen und belastet die Nähte.

Am weitesten verbreitet sind 80 × 80 cm und 40 × 80 cm. Ältere Betten und Schweizer Maße nutzen daneben 70 × 90 cm; 40 × 60 cm beziehungsweise 60 × 40 cm kommen bei Kinder-, Nacken- und Reisekissen vor. Für Dekokissen auf Sofa und Sessel gelten eigene Maße, meist 40 × 40 cm oder 50 × 50 cm.

Nein, die beiden Maße gehören zu verschiedenen Teilen. Ein Set mit einem Deckenbezug von 155 × 220 cm enthält meist einen Kissenbezug in 80 × 80 cm, zwingend ist das aber nicht. Prüfen Sie die Größenangabe des Kissenbezugs getrennt, bevor Sie einzeln nachkaufen.

Beide sind Leinwandbindungen aus Baumwolle und unterscheiden sich vor allem in der Feinheit des Garns. Perkal wird aus feinerem Garn dichter gewebt, wirkt matt und glatt und fühlt sich kühl an. Renforcé ist gröber, kräftiger und meist günstiger, knittert dafür sichtbarer.

Mako-Satin ist Baumwoll-Satin aus besonders langfaseriger Baumwolle. Die Satinbindung lässt die Oberseite glatt und leicht glänzend wirken, die Unterseite bleibt matt. Der Stoff besteht dabei vollständig aus Baumwolle — Seide ist trotz des Glanzes nicht enthalten.

Die Fadendichte zählt die Fäden je Quadratzoll oder je Quadratzentimeter. Ein höherer Wert steht für ein dichteres Gewebe, sagt für sich genommen aber wenig über Griff und Haltbarkeit. Bei gewirkten Stoffen wie Jersey nennen Hersteller stattdessen das Flächengewicht in g/m².

Oeko-Tex Standard 100 ist ein Prüfzeichen für Textilien auf gesundheitsbedenkliche Schadstoffe. Geprüft werden alle Bestandteile eines Artikels, also auch Nähgarn, Knöpfe und Reißverschluss. Über Materialqualität, Passform oder Haltbarkeit sagt das Zeichen nichts aus.

Mikrofaser besteht aus feinen Polyesterfasern, ist günstig, trocknet schnell und knittert kaum. Baumwolle nimmt dafür mehr Feuchtigkeit auf und fühlt sich auf der Haut kühler an. Wer nachts stark schwitzt, greift deshalb häufig zu Baumwolle, Jersey oder Musselin.

Diese Knötchenbildung heißt Pilling. Sie entsteht, wenn kurze Fasern durch Reibung aus dem Gewebe treten und sich verfilzen. Anfällig sind vor allem locker gewebte Stoffe und Mischgewebe; Waschen auf links und ein Schonwaschgang verringern die Reibung.

Beim Hotelverschluss überlappen sich die beiden Stoffenden im Inneren des Bezugs, ein Reißverschluss fehlt. Das Kissen wird eingeschlagen und von der Überlappung gehalten. Vorteil: Es kann nichts drücken oder brechen. Nachteil: Bei kurzer Überlappung rutscht der Bezug leichter auf.

Bei sauberer Verarbeitung halten beide viele Wäschen. Ein Reißverschluss schließt schneller und dichter, kann aber klemmen oder im Schieber brechen. Eine Knopfleiste lässt sich mit Nadel und Faden reparieren, öffnet sich dafür im Schlaf leichter von selbst.

Ja. Bezüge mit Hotel- oder Umschlagverschluss kommen ohne Reißverschluss und ohne Knöpfe aus. Der Stoff wird dabei eingeschlagen und hält durch die Überlappung. Welche das in unserer Übersicht sind, steht im Verschluss-Ratgeber.

Ein verdeckter Reißverschluss liegt hinter einer Stoffleiste und ist im geschlossenen Zustand kaum zu sehen. Er drückt weniger als ein offen aufgesetzter Verschluss und fällt optisch nicht auf. In Herstellerangaben heißt er meist „verdeckt“ oder „ton in ton eingearbeitet“.

Wechseln Sie den Bezug alle ein bis zwei Wochen. Er nimmt jede Nacht Schweiß, Hautschuppen und Reste von Pflegeprodukten auf. Bei starkem Schwitzen, bei einer Erkältung oder wenn Sie mit feuchten Haaren schlafen, ist ein kürzerer Abstand sinnvoll.

Maßgeblich ist der Pflegehinweis am Bezug. Reine Baumwolle geben viele Hersteller mit bis zu 60 °C an, Musselin und feiner Baumwoll-Satin oft nur mit 40 °C. Höhere Temperaturen reinigen gründlicher, beanspruchen Faser und Farbe aber stärker.

Ja, waschen Sie neue Bezüge vor der ersten Nacht. Das entfernt Appretur — Ausrüstungsmittel aus der Produktion — und lose Farbreste. Waschen Sie kräftig gefärbte Bezüge die ersten Male getrennt, damit sie nichts anfärben.

Baumwolle läuft im ersten Waschgang um wenige Prozent ein, sofern sie nicht vorgewaschen ist. Die meisten Hersteller rechnen das in die Größenangabe ein. Niedrigere Temperaturen und Lufttrocknung halten den Effekt klein; einzelne Rezensionen berichten dennoch von deutlichem Verzug.

Das entscheidet der Pflegehinweis. Viele Baumwoll- und Mikrofaserbezüge sind laut Hersteller für den Trockner geeignet, meist auf niedriger Stufe. Bei feinem Baumwoll-Satin empfiehlt mancher Hersteller stattdessen Lufttrocknung, weil der Stoff sonst stärker knittert.

Nötig ist es nicht. Jersey ist gewirkt und dehnbar und wird auch ohne Bügeleisen wieder glatt. Perkal, Renforcé und Satin knittern sichtbarer — wer eine glatte Optik möchte, bügelt sie leicht feucht bei mittlerer Hitze.

Ausführlicher stehen diese Themen in den Ratgebern: Größen und Maße, Material und Webart, Verschluss und Waschen und Pflege. Alle bewerteten Bezüge finden Sie im Vergleich.